2 + 2 = 5

Neues von #ProjektHackerspaceMI

Veröffentlicht von fabi3550 am 2018-05-27

Ich hatte letztes Jahr hier geschrieben, dass ich in Minden gerne einen Hackspace hätte. Ohne große Hoffnung zu haben, dass sich da in nächster Zeit was tut, habe ich hier und da zu dem Thema ein paar Emails geschrieben und Verbündete gesucht. Durch meinen Aufruf hatte sich ja schon ein kleiner Kreis an Interessierten gebildet und auch mal zu IT-Themen in gemeinsamer Runde gesprochen. Verschärft voran ging es, als ich eine Email an die Stadt Minden mit meinem Anliegen schrieb. Die Mail wurde weitergeleitet an die VHS/Stadtbibliothek in Minden, wo es bereits einen Makerspace gibt, was mir bis dahin völlig entgangen war. Der Makerspace trifft sich jeden dritten Freitag im Monat in der Stadtbibliothek für circa drei Stunden. Dort wird gebastelt, programmiert und in 3D gedruckt.

Bild: Makerspace in der Stadtbibliothek Minden

Einmal im Monat ist für einen Hackspace aber irgendwie zu wenig. Ich hatte mir immer was Stationäres vorgestellt und bin auch der festen überzeugung dass gute Ideen und Kreativität keine Terminkalender besitzen, so dass die notwendigen Räumlichkeiten 24/7 verfügbar sein müssten. Das ist eine harte Anforderung und hat auch die Pläne verhindert, vielleicht in den Katakomben der Stadtbibliothek einen Raum zu bekommen. Hier spielten wohl auch Brandschutz und Fluchtwege eine maßgebliche Rolle, warum es nicht geklappt hat. Nach ein bisschen hin und her ist Thomas (@McUtty) darauf gekommen, bei Modellbahn Schiffer nachzufragen. Dort existiert seit Jahren eine Gruppe an Leuten, die Tabletop spielen und dort ist noch ein Raum frei, den wir nutzen können. Was sagt uns das? Netzwerken ist wichtig! Aktuell sind wir dabei, die Infrastruktur vorzubereiten. Sofa ist da, Kaffeemaschine auch. Der Rest folgt. Wir bereiten die Homepage vor, Accounts auf sozialen Medien, Mailing-Listen, etc. Es wird Anfang Mitte Juni eine kleine Einweihungsparty geben. Anschließend werden wir den Hacker/Makerspace Minden stärker bewerben, so dass da Leben in die Bude kommt.


Podcast Loader

Veröffentlicht von fabi3550 am 2017-10-15

Vor ein paar Tagen habe ich mir ein Raumfeld One S gekauft. Im Zuge meiner Küchenerweiterung wollte ich eine bessere Audiolösung, da ich vorher immer vom Handy auf einen winzigen Bluetooth-Speaker gestreamt habe. Das funktioniert soundmäßig für Podcasts ganz gut, für Musik ist es aber weniger toll geeignet und war auch nie als finale Lösung gedacht. Nun, nach langem hin- und her, die Miniausgabe von Teufels WLAN-Streaming Serie.
Ich hatte schon im Vorfeld gelesen, dass Raumfeld kein Apple Airplay unterstützt. Soweit kein Problem, dachte ich mir. Musik streame ich über die Medienserverfunktion meiner Fritzbox. Das funktioniert zwar nicht immer voll Hammer, kann aber irgendwann relativ simpel durch meinen Raspberry abgelöst werden. -> Später.
Ich höre eine Reihe von Technik-Podcasts, zum Beispiel Chaosradio, Logbuch Netzpolitik, Lage der Nation, t3n Filterblase und - wenn denn mal eine Folge rauskommt - Alternativlos!. Diese liegen nicht auf dem Medienserver, sondern wurden auf mein iPhone durch die reguläre iPhone-App geladen. Da das aber chronisch voll ist (Speicher, nicht Alkohol) hatte ich über kurz oder lang eh vor, die Downloads auf dem Medienserver abzulegen. Lediglich für den mobilen Einsatz würden dann in Zukunft manuell Folgen aufs iPhone geladen werden.
Ziel war es nun, über den RasPi die jeweiligen RSS-Feeds abzufragen, bei Bedarf die Folgen zu laden und dann per Share auf dem USB-Speicher der Fritzbox abzulegen. Mittel der Wahl ist Python, mittlerweile meine Lieblingssprache, alleine schon wegen der Flexibilität und der guten Dokumentation. Das Skript ist seit heute "fertig"* und bei github verfügbar. Den cronjob auf dem RasPi einzurichten war jetzt auch nicht allzu schwer, aber was ich echt heftig fand/finde, ist die Einrichtung des Shares auf den USB-Speicher der Fritzbox. Ich habe diverse Anleitungen im Netz gefunden, mich für den Weg über einen Eintrag in der /etc/fstab entschieden, allerdings mountet der Share nicht und ich bekomme jedesmal eine Fehlermeldung mit 'permission denied' und so. Lustigerweise funktioniert es, wenn ich den Share manuell mounte. Das ist noch eine Baustelle, die aber eigentlich nur an etwas Simplem scheitern kann.
Wie das im Nachgang immer so ist, fiel mir dann auf, dass man Podcasts auch einfach in der Fritzbox-Oberfläche registrieren kann. Die landen dann im Filesystem der Fritzbox und werden ebenfalls über den Medienserver zur Verfügung gestellt. Letztendlich war also das Programmieren gar nicht notwendig, aber ein schöner Ausflug in http requests, threading, xpath und hashlib, so dass ich einiges gelernt habe. Aktiv lasse ich es jetzt auch.

* Während ich hier so schreibe, fällt mir auf, dass das Skript nicht auf n Folgen begrenzbar ist, wie ich es eigentlich wollte. Es lädt munter Folgen herunter, ignoriert aber, dass pro Verzeichnis nur eine begrenzte Anzahl an Folgen existieren soll. Das ziehe ich die Tage evtl noch nach. Ebenfalls macht der Vergleich der Hashes aktuell noch keinen Sinn, da nur der Dateiname einfließt und nicht auch die Dateigröße. Ebenfalls ein nettes ToDo.


Die Befindlichkeit des Landes

Veröffentlicht von fabi3550 am 2017-08-01

Die neuen Tempel haben schon Risse
Künftige Ruinen
Einst wächst Gras auch über diese Stadt
Über ihre letzte Schicht

Was ist die Befindlichkeit des Landes?
Was ist die Befindlichkeit des Landes?
Was ist die Befindlichkeit des Landes?
Was ist die Befindlichkeit des Landes?


Quelle: Youtube


The IT Crowd

Veröffentlicht von fabi3550 am 2017-07-02

Aus aktuellem Anlass:


Quelle: youtube


Aus alt mach neu - Cover vs. Original

Veröffentlicht von fabi3550 am 2017-03-06

Die Menschheit teilt sich in zwei Gruppen. Die einen sagen "Die alten Sachen waren ja viiiiieeeeeel besser!" Die andere Gruppe stimmt dem eigentlich zu, will aber nicht altbacken wirken und sagt deshalb oft Dinge wie "Das neue Album ist gar nicht so schlecht, da muss man sich halt ein bisschen reinhören."

Beide Gruppen haben recht, daher gehöre ich auch gleich beiden Gruppen an. Allerdings spaltet ein Fall die Menschheit. Hier ist absolut nicht klar, ob Original oder Cover besser ist.
Einst coverte Marilyn Manson einen Song namens "Down in the park". Der Song wurde in den 90ern oft live gespielt und landete schlußendlich auf der Lunchbox-Single. Die Manson-Version gehört zu den ganz ausgeprägten Elementen des Soundtracks meiner Jugend - ich habe diesen Song in Dauerschleife gehört. Ständig und bis heute wiederkehrender Ohrwurm ist die Flüsterstelle:

Down in the park where the chant is 'death, death'
Until the sun cries morning
Down in the park with friends of mine



Quelle: Youtube

Es hat sehr lange gedauert hat bis ich erfahren habe, dass es sich bei Down in the park um eine Coverversion handelt. Das war mir bis vor zwei Jahren oder so schlichtweg nicht klar. Irgendwann habe ich den Text gegoogelt (wegen '...come to zum-zum...', ich wollte wissen, ob ich mich verhört habe) und da gabs dann zwei Varianten. Eine von Manson, eine von einem gewissen Gary Numan.
Mit neuen Namen muss man ja immer vorsichtig sein, wer weiß wer sich dahinter verbirgt. In diesem Fall offensichtlich irgendein Sternchen aus den 80ern, was mir bis dahin auch nicht bewusst war - ich habe den Namen nie gehört. Wikipedia beschreibt einen heute fast 60jährigen Mann mit einem leichten Asperger, der irgendwie mit New-Wave groß und vor allen Dingen berühmt geworden ist. Und der soll einen meiner Lieblingssongs geschrieben haben?

Das Original ist ebenfalls auf youtube zu finden. Beim ersten hören rannte ich schnell zu der zweiten Gruppe der Menschheit, die auch mal bereit ist, das Original zu verteufeln nur um irgendwie hipp zu wirken. Ich wollte aber nicht hipp sein, ich wollte, dass der Mann aufhört zu singen. Und das Brian Warner - besser bekannt unter dem Pseudonym Marilyn Manson - sich nicht so komisches Krams anhört. Ich will nicht von einem Weltuntergang sprechen, aber ich fand das Original einfach nur saupeinlich. Diese wimmernde Stimme, diese kommischen Sythie-Sounds.. war überhaupt nicht meins.

Jahren vergehen, man wird älter, weiser, toleranter und kommt irgendwann zu dem Folgeschluß, dass diese 2-Parteien-Politik, die sich die Menschheit um die Original-vs.-Cover-Frage auch irgendwie scheiße ist und man vllt auch einfach dazwischen leben kann.

Nicht falsch verstehen. Hier im Hause läuft nahezu ausschließlich das Manson-Cover. Die wimmernde Stimme Numans wird nie das gequälte Wispern von Warner übertönen.
Am vorliegenden Fall erkennt man aber, dass "ganz anders" eben nicht unbedingt disqualifizierend wirken muss. Es spricht vielmehr für die Genialität Mansons, diesen Song so gecovert zu haben, wie er es eben getan hat.
Selbstverständlich ist oben die Manson-Version eingebettet. Wer das (sich nicht einbettbare) Original zu Gemüte führen möchte, folgt diesem Link


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